Aktionstag „Suchtberatung – Kommunal wertvoll“ am 4.11.2020

Bundesweit erstmalig unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

dhs_logo_aktionstag Suchtberatungsstellen beraten, behandeln und begleiten, unterstützen und stabilisieren abhängigkeitskranke Menschen und ihre Angehörige in Krisen sowie dauerhaft herausfordernden Lebenssituationen. Sie bieten eine unverzichtbare Hilfe für ihre Klientinnen und Klienten, retten Leben und leisten einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Dies spiegelt sich allerdings keinesfalls in einer auskömmlichen Finanzierung dieses Angebots wider – im Gegenteil: Angesichts klammer kommunaler Kassen stehen Suchtberatungen finanziell mit dem Rücken zur Wand. Die ohnehin prekäre finanzielle Ausgestaltung wird durch die Corona-Pandemie zusätzlich verschärft.

Dies hat offensichtlich auch die Bundespolitik schon erkannt: „Die Entwicklung der vergangenen Jahre können wir auf keinen Fall hinnehmen! Wir sehen an den Zahlen klar, dass wir Leben nur dann retten können, wenn die Hilfsangebote vor Ort noch besser und vor allem lückenloser werden. [...] Dafür brauchen wir einen gemeinsamen Kraftakt von Bund, Ländern, Kommunen, Suchthilfe, Krankenkassen und Ärzten. Wir brauchen den gesellschaftlichen Konsens, dass Sucht eine schwere Krankheit ist und kein Ausgrenzungsgrund.“ (Daniela Ludwig Drogenbeauftragte der Bundesregierung drogenbeauftragte.de/presse; abgerufen am 10.08.2020)

Das Ziel des Aktionstages ist es, Suchtberatungsstellen und Politik in den Kommunen miteinander in einen Dialog zu bringen. Dabei soll vor Ort auf die Dringlichkeit der (Weiter-)Finanzierung und die Zukunftssicherung der Suchtberatungsstellen aufmerksam gemacht werden. Suchtberatung braucht eine stabile, kostendeckende und verlässliche Finanzierung! Sie ist systemrelevant und trägt nachweislich dazu bei, die Chronifizierung und Folgekosten von Abhängigkeitserkrankungen zu verringern!

Am Aktionstag wird/werden u.a.

  • auf die Dringlichkeit der (Weiter-)Finanzierung und der Zukunftssicherung der Suchtberatungsstellen hingewiesen;
  • Akteure der unterschiedlichen politischen Ebenen (Kommune, Stadt, Land) angesprochen;
  • über die Wichtigkeit der Suchtberatung informiert und
  • flankierende Informationen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) bereitgestellt.

Genau ein Jahr zuvor wurde der "Notruf Suchtberatung" von Suchthilfe- und Wohlfahrtsverbänden initiiert. Ergänzend seien die "DHS-Forderungen zur Suchtberatung" genannt.
Unterstützen Sie uns bei der Sicherung dieser so wichtigen Säule der kommunalen Daseinsvorsorge!