Unsere Selbsthilfegruppen

"Hilfe zur Selbsthilfe"

Selbsthilfe basiert auf dem offenen Gespräch und der Begegnung in einer geschützten Atmosphäre. Unsere Selbsthilfegruppen bilden den Kern unserer Tätigkeit und arbeiten weitestgehend eigenverantwortlich. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig auf dem Weg zur zufriedenen Abstinenz. Im vertraulichen Dialog entdecken die Gruppenmitglieder ihre Fähigkeiten zur Selbsthilfe. Alle Gruppenmitglieder sind gleichgestellt. Im offenen Dialog werden Erfolge, Probleme und Sorgen ausgetauscht und die Mitglieder erfahren so, wie andere den Weg aus der Sucht gefunden haben. Sie lernen durch diesen Austausch, den Alltag ohne Suchtmittel zu bewältigen und an den tiefer liegenden Problemen zu arbeiten. Gemeinsame Freizeitgestaltungen fördern das Miteinander und zeigen ein Leben auf, das zufrieden und mit Freude gelebt werden kann – auch ohne Suchtmittel.

Unsere Gruppen sind offen für neue Teilnehmer, konfessionsübergreifend und orientieren sich an einem Menschenbild das von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Grundlage bilden Anonymität und Verschwiegenheit nach aussen. Jedes Gruppenmitglied kann selbst entscheiden, wie lange es die Gruppe besuchen möchte.

Da Sucht auch als eine Familienerkrankung aufzufassen ist, sind Angehörige in die Selbsthilfe mit einbezogen. Partner finden in unseren Gruppen Hilfe, ihre Rolle als gleichfalls Betroffene zu erkennen und zu bearbeiten.


Die Selbsthilfegruppen für Suchterkrankungen begleiten und bestärken Suchtkranke in ihrer abstinenten Lebensweise und beraten und unterstützen Angehörige im Zusammenleben mit einer / einem Suchtkranken.
Zielsetzung ist die Vermittlung einer positiven, lebensbejahenden Einstellung und das Erreichen einer zufriedenen Abstinenz. Darüber hinaus wollen die Gruppen beim Aufbau eines neuen sozialen Umfeldes helfen.
 
Dabei unterstützen die Gruppen folgende Problemkreise:

  • Alkoholabhängigkeit   
  • Medikamentenabhängigkeit           
  • nicht stoffgebundene Abhängigkeit    
     

Was bringt mir der Besuch einer Selbsthilfegruppe?
In der Selbsthilfegruppe haben die Mitglieder das gleiche Problem, nämlich den Alkohol nicht mehr kontrollieren zu können. Hier findet man Menschen, die selber durch die Hölle der Alkoholabhängigkeit gegangen sind. Sie kennen die täglichen Entzugserscheinungen, die Nöte und die Verzweiflung in der sich ein Betroffener befindet. Mit Hilfe der Mitglieder der Selbsthilfegruppe hat der Betroffenen die Chance, den Weg aus seinem Teufelskreis der Abhängigkeit zu finden.

Wer ist in der Selbsthilfegruppe?
Hier trifft man alle soziale Schichten und alle Berufsgruppen an. Von der Hausfrau über die Verkäuferin, die Architektin, dem Arzt, Ingenieur, Physiker bis zum Parkettleger, Kaufmann, Pilot oder dem Arbeitslosen. Alle verstehen sich, weil sie wissen, wovon sie reden. Alle haben die Abhängigkeitserkrankung persönlich durchgemacht.

Was erwartet mich in der Selbsthilfegruppe?
Verständnis und Zuwendung!!! "Ich muss nicht reden, nur zuhören. Ich darf aber reden, wenn ich es will". Es gibt keinen Zwang in der Selbsthilfegruppe. Alles geschieht nur auf freiwilliger Basis. Alles was in der Selbsthilfegruppe erzählt wird, unterliegt der Schweigepflicht.
Es darf eine Begleitperson des Vertrauens in die Selbsthilfegruppe mitgebracht werden.

Was kostet mich die Selbsthilfegruppe?
Der Besuch der Selbsthilfegruppe ist kostenlos, findet wöchentlich statt und dauert ca. 1 ½  Stunden.

Was muss ich tun, um eine Selbsthilfegruppe zu besuchen?
Für den Besuch der Selbsthilfegruppe meldet man sich nicht an. Man geht einfach zum vorgegebenen Zeitpunkt hin. Unsere Selbsthilfegruppen - eine befindet sich ganz sicher auch in Ihrer Nähe.