Presse

PR-Artikel: Münchner Merkur, Landkreis München Süd, Ausgabe 06.07.2016

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PR-Artikel: Süddeutsche Zeitung Ausgabe 31.05.2016

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PR-Artikel: Hallo München Ausgabe 6/2016

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PR-Artikel: Zeitschrift LEA

PR-Artikel: Gemeinde Nazareth und Immanuel 01/2016

PR-Artikel: Fürstenfeldbrucker Tagblatt vom 20.02.2016

Artikel Fuerstenfeldbrucker Tagblatt 02022016

 

 PR-Artikel: Haarer Echo vom 10. Mai 2015

Klaus Hitschold startete am 15. Mai 1995 den ersten Gruppenabend für Suchtkranke in der Pfarrei St. Bonifatius

(Text/Foto: rk) Das Blaue Kreuz München ist ein eingetragener Verein, der Suchtkranken und deren Angehörigen Hilfe zur Selbsthilfe anbietet. Klaus Hitschold, der selbst die Unterstützung dieser Selbsthilfegruppe erfahren hat, gibt diese seit 20 Jahren jeden Montagabend in der Pfarrei St. Bonifatius an andere Hilfesuchende weiter. Ein Grund, einen Blick auf die Arbeit des Blauen Kreuzes in Haar zu werfen.
 
Mit 50 Selbsthilfegruppen ist das Blaue Kreuz München e.V. im Stadtbezirk und im Landkreis aktiv. Deutschlandweit gibt es 400 Standorte. Die Organisation wurde 1877 in der Schweiz gegründet, kam 1885 nach Deutschland und 1905 nach München. Eigentlich steht der Verein der evangelischen Kirche nahe, doch in Haar tagt die Selbsthilfegruppe jeden Montagabend um 20.00 Uhr in einem Raum der katholischen Pfarrgemeinde St. Bonifatius.
 
Pfarrer Cormann hatte 1995 zuerst noch Bedenken. Doch Klaus Hitschold, selbst gläubiger Katholik und Angehöriger dieser Pfarrei, räumte diese schnell aus dem Weg. Sein Argument: Es handle sich hier schließlich um eine überkonfessionelle Arbeit. Seitdem hat das Blaue Kreuz in der Pfarrei ein Zuhause gefunden und gehört mittlerweile zum festen sozialen Angebot.
 
Damals vor 20 Jahren haben sie mit 13 Personen angefangen, so erinnert sich der Gründer. Es waren zuerst hauptsächlich Freunde und Bekannte aus anderen Gruppen und Mitglieder der Organisation. Doch schnell kamen mehr. Klaus Hitschold erzählt, wie sie Flyer bei Ärzten und Apotheken ausgelegt hätten, um auf das Angebot des Blauen Kreuzes aufmerksam zu machen. Innerhalt einer kurzen Zeit besuchten mehr als das Doppelte die Gruppenabende, stellenweise zählte die Gruppe bis zu 35 Personen.
Klaus Hitschold initierte den ersten Gruppenabend des Blauen Kreuzes in Haar am 15. Mai 1995; nach 20 Jahren leitet er immer noch jeden Montagabend die Gesprächsrunden des Blauen Kreuzes in der Pfarrei St. Bonifatius
 
Heute kommen durchschnittlich 15 Personen zu den Gruppenabenden, die Hitschold von der ersten Stunde an leitet. Er hat nach seiner eigenen Krankheit eine zweijährige Ausbildung als Suchtkrankenhelfer absolviert und auch seine Frau nimmt noch heute als Angehörige an den Gruppenabenden teil. Auch andere Mitglieder der Selbsthilfegruppe bleiben dem Blauen Kreuz über Jahre verbunden. Denn eines darf man nicht vergessen: Die Sucht ist eine Krankheit – sie wurde 1968 als solche vom Bundessozialgericht anerkannt – und ist chronisch. Sie kann nicht geheilt werden.
 
Die meisten, die das erste Mal in die Pfarrei kommen, machen das nicht freiwillig. Es ist der Druck der Familie, des Arbeitgebers oder auch ein richterlicher Beschluss, der sie zu diesem Schritt zwingt. Bevor sie den Gruppenraum betreten, spricht Klaus Hitschold mit ihnen unter vier Augen und motiviert sie, offen und ehrlich in einer vertrauensvollen Atmosphäre von sich zu sprechen. Gleichzeitig checkt er auch ab, ob der Betroffene zur Gruppe passt. Denn in seinen Augen ist es sehr wichtig, dass die Gruppe homogen ist und die Zusammensetzung stimmt. Und dann kommt der schlimmste Schritt. „Das ist der, die Schwelle zum Gruppenraum zu übertreten“, meint der Suchtkrankenhelfer aus seiner 20-jährigen Erfahrung. An den Gruppenabenden selbst haben dann die persönlichen Anliegen der Mitglieder absoluten Vorrang.
 
Das Blaue Kreuz verfolgt mit den Sitzungen das Ziel, dass die Betroffenen ihr Trinkverhalten überdenken, die eigene Situation erkennen. Denn jeder glaubt, die Sucht im Griff zu haben und sich selbst helfen zu können. Jedoch nur die schonungslose Selbsterkenntnis führt auf den Weg aus der Sucht. Oft kommt die Einsicht erst, wenn der Leidensdruck die Angst vor fremder Hilfe überwiegt. „Wir nehmen den Kranken bei der Hand und begleiten ihn“, sagt Klaus Hitschold, „aber die Richtung bestimmt er selbst.“ Seine eigene Erfahrung als Suchtkranker bringt er in die Arbeit beim Blauen Kreuz ganz bewusst ein. In der Selbsthilfegruppe können Schwächen leichter verarbeitet werden, durch das Treffen mit Gleichgesinnten baut sich gegenseitiges Vertrauen auf und auch das Verständnis untereinander ist da.
 
Klaus Hitschold freut sich jedes Mal, wenn er sieht, wie sich im Laufe der Zugehörigkeit zum Blauen Kreuz sich die Suchtkranken entwickeln. Wenn sie ihr soziales Verhalten verbessern, ihr Äußeres wieder in den Griff bekommen. Für sein Engagement erhielt er 2005 die Ehrennadel der Gemeinde Haar.
 
Und was wünscht er sich für die Zukunft? „Ich hoffe auf einen Nachfolger, der das Blaue Kreuz in Haar in meinem Sinn zum Wohle der Kranken in dieser Pfarrei weiterführt.“

PR-Artikel: HALLO Wochenende Ausgabe Ost vom 21. März 2015