Infoveranstaltungen

Anlässlich folgender Veranstaltungen können Sie uns 2017 an einem Informationsstand besuchen:

streetlife-festival 2017 09. und 10. September
– fürstenfelder gesundheitstage 16. und 17. Juni 2018

 

Rückblick 2017


Selbsthilfetag am Marienplatz am 22. Juli

Am Samstag den 22. Juli 2017 waren wir wieder am Selbsthilfetag auf dem Marienplatz mit unserem Infostand vertreten (Stand 21). Neben umfassenden Informationen zum Thema Sucht, zu unseren Selbsthilfegruppen und unseren Präventions- und Informationsveranstaltungen war auch dieses Jahr wieder ein besonderes Highlight mit dabei: Unsere Aktion mit den Rauschbrillen. Der Tag war für uns ein voller Erfolg. Viele Besucher die sich intensiv mit unserem Angebot vertraut machten und viele Gespräche die für das Thema sensibilisieren, Aufklärung und Hilfe bieten konnten zeigten uns, dass hier ein enormer Informationsbedarf besteht und unsere Arbeit ein wichtiger Beitrag im Zusammenwirken der Suchthilfeorganisationen Münchens darstellt.

(SHZ) Am Samstag, den 22. Juni 2017 war es wieder soweit. Rund 70 Informationsstände verwandelten den Marienplatz in ein buntes Meer von Pavillons und Plakaten, Messetheken und Tischen, Sonnenschirmen und Luftballons. Über 140 Selbsthilfe-Aktive standen bereit, ihre Arbeit vorzustellen und interessierte Besucherinnen und Besucher kompetent und engagiert zu ihren persönlichen Fragestellungen zu beraten und zu informieren. Veranstaltet wird der Selbsthilfetag alle zwei Jahre vom Selbsthilfezentrum München und der Landeshauptstadt (Referat für Gesundheit und Umwelt sowie Sozialreferat) unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter. Um 10.30 Uhr stiegen 1000 bunte Luftballons in den Münchner Himmel auf und Stadtrat Christian Müller, SPD, eröffnete den Tag. Auf der Bühne brachten die BALKANAUTEN die Besucherinnen und Besucher mit internationaler Tanzmusik in die richtige Stimmung. Mit eigenen Darbietungen von Initiativen mit Tanz, Gesang und Theater war für Auge und Ohr den ganzen Tag über viel geboten.

München Dankt – Auszeichnung der Landeshauptstadt München

Am Nachmittag verlieh Matthias Winter, Sozialreferat, sechs Vertreterinnen und Vertretern der Selbsthilfegruppen die Urkunde „München Dankt“ für besondere Verdienste im Rahmen des Bürgerschaftlichen Engagements.

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Wir waren dabei! streetlife-festival 2017 am 20. und 21. Mai

 bkmev_streetlife_mai_2017_4 bkmev_streetlife2017_IAuch dieses Jahr waren wir wieder dabei auf dem inzwischen zweimal im Jahr stattfindenden Straßenfest in der Münchner Innenstadt. An den zwei Tagen herrschte reger Betrieb bei schönem, nicht zu heißem Wetter in der Ludwigs- und der Leopoldstraße.

Wir waren nun zum dritten Mal dabei. Flankiert von einem Infostand der Suchthotline links und des Prop e.V. rechts waren unsere zeitweise bis zu sechs anwesenden Mitarbeiter gut beschäftigt. Der Andrang, unsere mitgebrachte Rauschbrille auszuprobieren, war zeitweise enorm. Und so boten sich über den damit verbundenen Spaß beim Herumtorkeln und unkoordinierten Ball werfen viele Gesprächsmöglichkeiten zu einem ernsten Thema.

Auffällig war diesmal das hohe Interesse der jüngeren Generation. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol stagniert bzw. ist seit Jahren leicht rückläufig. Insbesondere ist die Anzahl der mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingelieferten Jugendlichen zurück gegangen**. Gründe hierfür könnten sein, dass die Fitness- und Gesundheitswelle inzwischen auch beim Alkoholkonsum angekommen ist. Ferner zeigen wohl auch die Aufklärungskampagnen der Krankenkassen und Suchthilfe-Einrichtungen, zu denen auch das Blaue Kreuz gehört, endlich Wirkung. In den zahlreichen Gesprächen, die wir in den zwei Tagen geführt haben, hat sich außerdem immer wieder gezeigt, dass viele jüngere Menschen Probleme mit zu viel trinkenden nahen Angehörigen haben. Entgegen der schönen Bilder, die uns die Werbung vorgaukelt, sind Leistungsfähigkeit, Fitness, gutes Aussehen und ein idyllisches Familienleben eben nicht mit dem Konsum von Alkohol vereinbar. Und auch der Spaß bleibt irgendwann auf der Strecke.
Das große Interesse der Menschen zum Thema über die Schädlichkeit von Alkohol macht Hoffnung. Vielleicht neigt sich die Ära des Koma- und Flatrate-Saufens gerade bei den jungen Leuten ihrem Ende zu. Der hohe Andrang an unserem Stand (und auch an den Ständen anderer Suchthilfe-Organisationen) zeigt aber auch, wie groß der Aufklärungsbedarf noch ist.
Und deswegen werden wir auch nächstes Mal am 9. und 10. September wieder mit Freude und Herzblut dabei sein und unseren Beitrag dazu leisten, dass dieser Trend anhält.

(Gisela Dickmanns, Gruppenleitung der Selbsthilfegruppe für junge Erwachsene und Jugendliche)

 

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13. Mai: Infostand am Hohenzollernplatz, von 8 bis 20 Uhr

Zum Auftakt der vom 13. bis 21. Mai 2017 bundesweit durchgeführten Aktionswoche Alkohol haben wir am Hohenzollernplatz von 8 bis 20 Uhr über unsere Arbeit und die Aktion informiert.  „Kein Alkohol unterwegs“ lautete das Schwerpunktthema der diesjährigen Aktionswoche. Ende Oktober veröffentlichte das Statistische Bundesamt die aktuellen Daten zu Unfällen unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln im deutschen Straßenverkehr. => Mehr Information

 

Blaues Kreuz München e.V. Presse zu Stand Hohenzollernplatz 2017


Infostand anlässlich der Gesundheitsmesse " Gesund und fit  mach mit!" im Gilchinger Rathaus vom 1. bis 3. April


Infostand anlässlich der Suchtforums mit Thema "Von der Schlafstörung über Schlafmittel zur Sucht?! Erkennen, begleiten - erholsamer Schlaf!“ im Zentrum für Pharmaforschung Großhadern, am 29. März

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung waren hauptsächlich Ärzte, Psychotherapeuten, Sozialpädagogen und Apotheker. Die Veranstaltung wurde von rund 350 TeilnehmerInnen besucht und war für uns eine sehr gute Gelegenheit uns dieser Klientel vorstellen zu können. Veranstalter war die Bayerische Ärztekammer. Auch für uns aufgrund der hochkarätig besetzten Referentenliste eine sehr informative Veranstaltung.


 

 

 blaues_kreuz_muenchen_ev_freiwilligenmesse2017blaues_kreuz_muenchen_ev_freiwilligenmesse_012016_1Am 22. Januar 2017 lud die FöBe (Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement) zur 11. Münchner FreiwilligenMesse im Gasteig ein.

FöBE, die Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement, organisierte zum 11. Mal die erfolgreiche Münchner FreiwilligenMesse im Gasteig und rechnete wie in den letzten Jahren mit knapp 6.000 Gästen. Mitveranstalterin war die Landeshauptstadt München.
 
Die Besucherinnen und Besucher konnten am 22. Januar 2017 erfahren, wo sie gebraucht werden und welches Engagement zu ihren Neigungen und zeitlichen Möglichkeiten passt. 85 Ausstellerinnen und Aussteller informierten über die vielfältigen Möglichkeiten aktiv zu werden. Sie vermittelten die Gewissheit, dass Engagierte Großartiges leisten, wenn sie sich mit Herz und Neugier einer Aufgabe zuwenden. Fachwissen war dabei zunächst zweitrangig.  Gesundheit, Kinder und Jugendliche, Kultur, Migration, Senioren, Soziales, Selbsthilfe, Sport, Umwelt und Zivilcourage sind die wesentlichen Felder für ein Ehrenamt.
 
Außer der fachkundigen Beratung durch die Ausstellerinnen und Aussteller konnten die Gäste ein attraktives Rahmenprogramm mit belebender Live-Musik, interessanten Kurzvorträgen, Film-Beiträgen und Erfahrungsberichten von freiwillig Engagierten erwarten. Die von der Fülle der Informationen und Eindrücke ermüdeten Besucherinnen und Besucher konnten sich zwischendurch in einem der Bistros stärken oder sich eine Entspannungsmassage gönnen.
 
Motto 2017: „Erfolgreiches stärken und neuen Ideen Flügel verleihen“.
2017 waren dies unter anderem Organisationen, druch die gezeigt werden konnte, wie wandlungsfähig und dynamisch Bürgerschaftliches Engagement ist.

Mehr Information


 

Bitte beachten Sie auch unseren Rückblick auf vergangene Veranstaltungen.

 


 

Rückblick 2016


Veranstaltungen Rückblick 2016:

Vorstellung des BKMeV im ZAK (Horst Groß): 03. Mai 2016, 13. Mai 2016, 24. Mai 2016, 16. Juni 2016, 12. Juli 2016, 21.Juli 2016, 02. August 2016, 18. August 2016, 30. August 2016, 20. September 2016


Präventionsmaßnahmen an Schulen in 2016
An folgenden Schulen wurden Seminare für Suchtprävention durchgeführt:

  •   1 Klasse Gymnasium Neubiberg
  •   6 Klassen Oskar von Miller Gymnasium
  •   5 Klassen Berufliches Schulzentrum Alice Bendix
  •   6 Klassen Moosacher Gymnasium
  •   1 Elternabend für Moosacher Gymn. und Kutscher-Realschule
  •   4 Klassen Kutscher-Realschule
  •   9 Klassen Berufsschule an der Bergsonstr.
     
  • Suchtprävention im Jugendzentrum Puchheim
  • Vortrag bei der Nachbarschaftshilfe Moosach zum Thema: „Alkoholismus im Alter“
  • Diskussionsabend im Selbsthilfezentrum zum Thema: „Spezielle Aspekte bei alkoholkranken Frauen“
  • Die Agentur für Arbeit wurde in Beratungsgesprächen mit alkoholkranken Arbeitslosen unterstützt, indem die Integration von Arbeitslosen in Selbsthilfegruppen des Vereins intensiviert wurde.

Insgesamt wurden Schüler in 31  Klassen (à 25 Schüler) über die Alkoholkrankheit und ihre Risiken aufgeklärt. Der zeitliche Rahmen der Seminare beträgt jeweils zwei Stunden. Weitere Schulungsmaßnahmen sind an oben genannten Schulen geplant. Die zeitlichen Aktivitäten des Blauen Kreuzes  München e.V. (zwei Referenten) betrugen in der Suchtprävention an Schulen im Jahr 2016 insgesamt 150 Stunden.


8. Oktober: Gesundheitstage bei Höffner in Freiham


13. Juli 2016: Gemeindefest in Fürstenfeldbruck

(Fotos: Walter Scharfen)

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03. Juli 2016: Evang. Gemeindefest "25 Jahre Walter-Hildmann-Haus" in Gauting

Am 03.07.2016 fand das evangelische Gemeindefest & das Jubiläum 25 Jahre Walter Hildmannhaus in Gauting statt. Die Blau-Kreuz-Gruppe ist von Anfang an, also ebenfalls 25 Jahre, im Walter Hildmann Haus vertreten (jeden Montag von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr).

Das Fest begann mit einem sehr schönen Gottesdienst in der Evangelischen-Lutherischen Christuskirche. Es präsentierten sich, der Hospizdienst, das Kinderballett, die Chorallen, die evangelische Jugend, die Bigband der Musikschule und der Seniorennachmittag.

Wir waren mit unserem Promotionstand ebenfalls vor Ort. Walter und Petra Scharfen und ich (Michaela Brettschneider) haben den Stand betreut. Die Besucher zeigten viel Interesse an unserem Stand. Es gab viele Fragen. Unsere Aktion mit der "Rauschbrille" fand regen Zuspruch. Hier wird mittels einer Brille, die aufgesetzt wird und einen Rauschzustand mit 0,8 Promille simuliert, anhand einfacher Übungen demonstriert wie sich die Wahrnehmung schon bei so einem geringen Alkoholwert verändert. Die Probanden waren mit der Rauschbrille sehr wackelig und unsicher auf den Beinen bzw. wenn sie einen Ball aufheben oder in einen Korb werfen sollten.

Pfarrer Dr. Riedner, Pfarrerin Graeff und Pfarrerin Dittmar haben sich sehr gefreut, dass wir uns auf dem Fest präsentiert und die Gemeinde über unsere Arbeit informiert haben. (Michaela Brettschneider)

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Streetlife-Festival

Am 11. und 12. Juni fand wieder das Streetlife-Festival in der Leopoldstrasse und Ludwigsstrasse statt. Wir waren mit einem Promotionstand vertreten.

Das Streetlife-Festival in München ist eine Mischung aus Straßenfest, Umweltmesse und Jahrmarkt entlang der Leopoldstraße und der Ludwigstraße (von der Georgenstraße bis zum Odeonsplatz), das jährlich an zwei Wochenenden im Mai oder Juni und September stattfindet. Zur gleichen Zeit feiert München traditionell ein weiteres Straßenfest, das sich nördlich an das Streetlife-Festival anschließt: Der Corso Leopold. Anlässlich des europaweiten autofreien Tags fand erstmals im Jahr 2000 ein Streetlife-Festival von Königs- bis Odeonsplatz statt. Seit dem Jahr 2002 wird das Festival an seinem heutigen Ort und an einem Wochenende im September veranstaltet. 2003 kam der zweite Termin im Juni hinzu. Im Jahr 2012 besuchten über 500.000 Menschen die beiden Streetlife-Festivals.

Obwohl das Wetter dieses Jahr durchwachsen war: Die Ludwig- und Leopoldstraße verwandelten sich beim Streetlife-Festival und dem Corso Leopold am Wochenende wieder in eine atmosphärische und unterhaltsame Flaniermeile. Der Veranstalter schätzt, dass sich 200.000 Münchner zur Leopoldstraße aufmachten. Nachdem wir am Samstag, den 11. Juni mit den schier wolkenbruchartigen Regenfällen kämpfen mussten und uns diese immer wieder zum Rückzug in unser Promotionzelt zwangen, freuten wir uns am Sonntag am regen Interesse an unserer Arbeit. Kontakte, auch zu anderen Selbsthilfeorganisationen, konnten vertieft und neu geknüpt werden und da Petrus an diesem Tag milde - bis auf ein paar kleinere Regenschauer - gestimmt war, war genügend Zeit zu "Gesprächen im Trockenen" und zum Informationsaustausch. Für uns eins gelungene Premiere und wir freuen uns im September wieder dabei zu sein.

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10. fürstenfelder gesundheitstage am 11./12. Juni

 

Unter dem Motto "Gesundheit entdecken" fanden am 11. und 12. Juni im Veranstaltungsforum Fürstenfeld wieder die "fürstenfelder gesundheitstage" statt. Auch hier waren wir mit einem Promotionstand vertreten.

"Unser Team das aus Walter Scharfen, Horst Groß, Kathrin Zwarra und mir bestand, freute ich sich über das große Interesse der Besucher die trotz des verregneten Wochenendes vorbei kamen. Den uns ursprünglich zugewiesenen Platz konnten wir leider nicht einnehmen. Aber das Organisationsteam vor Ort war freundlich und hatte einen anderen, noch dazu überdachten, Platz für uns. Nachdem diese Hürde genommen war, war der Infostand in kürzester Zeit aufgebaut. Die Rauschbrillen*** waren ein Publikumsmagnet. Viele Interessierte setzten diese auf und waren über das Ergebnis sehr erstaunt. Die meisten waren überrascht was die simulierten 0,8 Promille für Auswirkungen haben. Es wurden Fragen zur Arbeit des Blauen Kreuzes München e.V. und der Selbsthilfe gestellt und beantwortet. Infomaterial wurde ebenfalls gerne mitgenommen.
Und als Highlight konnten wir Kontakt zu kbo Isar-Amper-Klinikum herstellen die auch mit einem Infostand vertreten waren. In Füstenfeldbruck wird eine neue Psychiatrie gebaut die zu den Isar-Amper-Kliniken gehört. Der Wunsch dieser Klinik ist, dass sich dort die Sucht-Selbsthilfegruppen der verschiedenen Organisationen in regelmäßigen Abständen bei den Patienten vorstellen. Im September soll es einen Tag der offenen Tür geben, an dem man sich dort umsehen und Flyer abgeben kann. Für den Anfang habe ich schon mal einen Flyer und meine Visitenkarte da gelassen.(mit dem Hinweis sich auch gerne an unser Büro zu wenden.)
Das Interesse der kbo war groß und der Flyer mit Handkuss genommen. Alles in allem also ein gelungenes Wochenende. (Petra Scharfen, BKMeV)

*** (Zur Erklärung: Die Rauschbrille ist eine Spezialanfertigung zur Simulation von relativer oder absoluter Fahruntüchtigkeit unter Alkoholeinfluss. Mit dem Einsatz unterschiedlicher Ausführungen wie Drunk-Busters-, Twilight-Vision- und Low-Level-(Alkopop-)Brillen können verschiedene Promillewerte simuliert werden. Polizei, Deutsche Verkehrswacht, Schulen und andere Organisationen oder Institutionen setzen Rauschbrillen häufig bei Aktionstagen und Fahrsicherheitstrainings ein, um mit solchen Demonstrationen Jugendliche vor dem Alkoholgenuss zu warnen. Der Brillenträger erlebt eine eingeschränkte Rundumsicht, Doppelsehen, Fehleinschätzungen für Nähe und Entfernungen, Verwirrung, verzögerte Reaktionszeit und das Gefühl von Verunsicherung. Das von ihm wahrgenommene Bild ist so verzerrt, so dass wegen der notwendigen überhöhten Konzentration bei ihm der „Tunnelblick“ auftritt).

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20. April 2016: Frauenspezifische Aspekte von Sucht und deren Behandlung im VR des Selbsthilfezentrums München, Westendstr. 68

Was München bewegt: Frau – Sucht – Selbsthilfe
Frauenspezifische Aspekte von Sucht und Möglichkeiten der Selbsthilfe

Zum vierten Mal fand am 20. April 2016 der Themenabend „Was München bewegt“ im Selbsthilfezentrum München (SHZ) statt. Zu der Veranstaltung „Frau – Sucht – Selbsthilfe: Frauenspezifische Aspekte von Sucht und Möglichkeiten der Selbsthilfe“ fanden sich rund 35 Aktive aus Selbsthilfegruppen und -verbänden, Fachpersonen und weitere Interessierte ein.
Eingangs gab Bernd Zschiesche, Vorstand beim Blauen Kreuz München e.V. und Buchautor, einen Überblick über die Entstehung von Alkoholabhängigkeit. In seinem Kurzvortrag ging er vor allem auf die biologischen Faktoren ein, die dazu beitragen, dass Trinken zum Problem wird. Ist jemand erst einmal durch die „Eisdecke“ gebrochen und abhängig, ist eine unbedingte lebenslange Abstinenz notwendig.
Den Blick auf die sozialen Dimensionen von Sucht und die besondere Situation von Frauen richtete die anschließende Gesprächsrunde. Dazu hatten die beiden Moderatorinnen und SHZ-Mitarbeiterinnen Mirjam Unverdorben-Beil und Stephanie Striebel drei Expertinnen der Suchtselbsthilfe für Frauen eingeladen:
•    Sonja Egger vom Kreuzbund e.V., Diözesanverband München und Freising ist in ihrem Verband verantwortlich für den Arbeitsbereich geschlechterspezifische/geschlechtergerechte Suchtselbsthilfearbeit und ebenso für den Arbeitsbereich Familie als System, der Angehörige, Eltern, Paare und Singles umfasst. Sie ist seit vielen Jahren Gruppenleiterin einer Selbsthilfegruppe für suchtkranke Frauen und weibliche Angehörige. Sie selbst ist Angehörige und Betroffene.
•    Michaela Brettschneider vom Blauen Kreuz München e.V. ist Gruppenleiterin einer Selbsthilfegruppe für alkoholkranke Frauen und Männer und verfügt über langjährige Gruppenerfahrung in Frauengruppen. Sie ist selbst betroffen.
•    Doris Germ vom Blauen Kreuz München e.V. ist Gruppenleiterin von zwei Selbsthilfegruppen: einer Frauengruppe für Betroffene und einer gemischten Angehörigengruppe. Sie selbst ist als Angehörige betroffen.
Die drei Referentinnen berichteten über die unterschiedlichen Lebensumstände und -risiken bei Frauen und Männern, was zu verschiedenen Einstiegen in die Abhängigkeit führen kann und in unterschiedlichem Trinkverhalten resultiert.
Besonders Frauen sind häufig einer Mehrfachbelastung durch Beruf, Kinderbetreuung, Haushalt und Pflege von Angehörigen ausgesetzt, was die Entstehung von Abhängigkeitserkrankungen begünstigen kann. Verschärft wird ihre Situation, wenn sie alleinerziehend oder finanziell abhängig vom Partner sind. Missbrauchserfahrungen oder häusliche Gewalt, wovon Frauen häufiger betroffen sind, erhöhen das Risiko einer Suchtentwicklung um ein Vielfaches. Sowohl familiäre als auch gesellschaftliche Einflüsse prägen das Selbstbild und die Einstellung von Frauen. Alkohol kann als ein Versuch von Frauen angesehen werden, ihre Probleme zu lösen, einen geringen Selbstwert zu kompensieren, vor der Realität zu fliehen oder schmerzhafte Erinnerungen zu verdrängen. Aus ihrer eigenen Geschichte berichteten die Referentinnen, dass alkoholabhängige Frauen anders als Männer trinken: nämlich weniger in der Öffentlichkeit und sie geben sich größte Mühe sozial unauffällig zu bleiben und weiterhin zu funktionieren. Dies kann den Stress der trinkenden Frauen erhöhen, damit die Suchtspirale ankurbeln und zu einem Rückzug und damit zur Vereinsamung führen.
Auch die Begleitprobleme und -erkrankungen von Alkoholabhängigkeit kamen zur Sprache.
Da eine geschlechterspezifische Behandlung notwendig ist, werden zum Teil schon spezielle Angebote für Frauen und Männer in der Therapie verwirklicht. So gibt es Frauen- und Männergruppen in gemischten Kliniken oder sogar reine Frauenkliniken. Auch die erforderlichen Rahmenbedingungen finden Berücksichtigung (z.B. Betreuung von Kindern während der Therapiezeit). Neben dem weiteren Ausbau von geschlechterspezifischen Ansätzen in der Behandlung ist die Einbeziehung der Angehörigen notwendig. Die Erfahrung der Referentinnen zeigt, dass wenn die Therapie geschafft ist, sich der Blick von Frauen und Männern auf ihre Suchtvergangenheit unterscheidet: die Frauen blicken oft mit vermehrten Schuld- und Schamgefühlen zurück, gehen dafür meist aber verantwortungsvoller mit ihrem neuen abstinenten Leben um. Da Frauen besonders häufig auch als Angehörige von Sucht betroffen sind, wurde auch diese Situation beleuchtet. In den Selbsthilfegruppen sehen die Referentinnen, dass die Frauen bis zur Selbstaufgabe an ihren trinkenden Angehörigen festhalten, was natürlich bei ihnen zu eigenen Problemen führt. Michaela Brettschneider, Sonja Egger und Doris Germ erzählten von ihren eigenen Wegen in die Selbsthilfe und was speziell Frauengruppen ausmacht. Der geschützte Rahmen in ihren Gruppen ermöglicht Frauen ein tieferes Verständnis und eine tragende Vertrauensbasis, was zur Offenheit beiträgt. Die Frauen haben eine andere Gewichtung der zu besprechenden Themen und unterstützen sich mit einer wertschätzenden Haltung dabei, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Als langjährige Selbsthilfe-Aktive berichteten die drei Referentinnen über ihre eigenen Gruppen und welche Unterstützung sie Betroffenen geben. Die Angebote der Verbände Kreuzbund und Blaues Kreuz umfassen neben den Frauengruppen auch Seminare speziell für Frauen oder Männer.  Familienangebote und Freizeitaktivitäten runden das Angebot ab. Abschließend gab Stephanie Striebel Informationen über die Leistungen des SHZ, das ebenfalls bei der Suche nach passenden Selbsthilfegruppen unter anderem im Suchtbereich oder beim Aufbau von neuen Gruppen unterstützt.
Die vielen Fragen aus dem Publikum an die Referentinnen zeigten das große Interesse der Besucher/innen am Thema. Wir danken Michaela Brettschneider, Sonja Egger, Doris Germ und Bernd Zschiesche für diesen gelungenen Abend.

Stephanie Striebel, SHZ

Der Vorstand des BKMeV Bernd Zschiesche führt in das Thema ein


24. Januar 2016: FreiwilligenMesse München

 blaues_kreuz_muenchen_ev_freiwilligenmesse_012016_1Am 24. Januar 2016 lud die FöBe (Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement) zur 10. Münchner FreiwilligenMesse ein.

Das Motto mit aktuellem Bezug lautete diesmal:
Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft - freiwilliges Engagement vor Ort und weltweit
 
Die aktuell vielen schutzsuchenden Menschen machen deutlich: Es ist unerlässlich, Fluchtursachen zu mindern. Deshalb stellten sich u. a.  international tätige Organisationen wie Oxfam, Unicef und Ärzte der Welt usw. auf der Münchner FreiwilligenMesse vor. Sie informierten darüber, wie sich Interessierte auch in München für Projekte in anderen Ländern einsetzen können. Die Schauspielerin Michaela May berichtete von ihrem Einsatz als Schutzengel und Botschafterin für die Welthungerhilfe.
Wie gewohnt, wurden auch bei der 10. Münchner FreiwilligenMesse insgesamt 80 Organisationen, die mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten, wieder rund 6.000 Besucherinnen und Besucher informiert, beraten und mit ihrem Angebot begeistert. Die Aussteller präsentierten Möglichkeiten zum Engagement in den Bereichen Gesundheit, Kinder und Jugendliche, Kultur, Migration, Soziales, Selbsthilfe und Umwelt.
 
Außer der fachkundigen Beratung durch die Aussteller erwartete die Gäste ein Rahmenprogramm mit Life-Musik, interessanten Kurzvorträgen zum freiwilligen Einsatz im In- und Ausland, Film-Beiträgen und Erfahrungsberichten von freiwillig Engagierten.
Bürgermeisterin Christine Strobl sprach das Grußwort und hat bei der Eröffnung an Prof. Heiner Keupp, den Vorsitzenden des Fachbeirates für Bürgerschaftliches Engagement, die Auszeichnung „München leuchtet“ überreicht. Er untermauerte und beförderte als international bekannter Sozialpsychologie seit Jahrzehnten das Bürgerschaftliche Engagement in München mit seinen Erkenntnissen und seinem konkreten Engagement in der Stadtpolitik. (FöBe1-2016)

Fazit: Unsere Messebeteilgung war mehr als erfolgreich. Wir konnten Gespräche mit anderen Initiativen auch im Sinne der Vernetzung führen, hatten unzählige Gespräche mit einem sehr interessierten Publikum und konnten unser Angebot zahlreichen Besuchern weiter geben.

Ein herzliches Dankeschön an das Team der FöBe, insbesondere an Frau Sandra Bauer, die uns die Messebeteiligung ermöglicht haben.

Zur FreiwilligenMesse 2015 kamen knapp 6.000 Besucher.
Weitere Informationen auf der Messe-Homepage www.muenchner-freiwilligen-messe.de.

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Rückblick 2015


13. September 2015: Marktsonntag in Herrsching

Auch dieses Jahr waren wir, übrigens aufgrund der so positiven Resonanz schon zum zweiten Mal, während des Marktsonntags in Herrsching, am 13. September von 13 bis 18 Uhr mit einem Infostand vertreten. Unser Team, bestehend aus Horst Groß, Petra Scharfen, Walter Scharfen und Irmi Gruber freute sich über das rege Interesse des Publikums und Petrus sorgte mit milden Herbsttemperaturen für eine angenehme Marktatmosphäre.

Schon von weitem sichtbar ... unser neues Promotionzelt
Unser Team (v.l.n.r.): Horst Groß, Petra Scharfen, Walter Scharfen und Irmi Gruber

"Erweitert" Horizonte und sensibilisiert ... Rauschbrille im Einsatz unter kompetenter Betreuung von Horst Groß

(BKMeV, Horst Groß) Bei strahlendem Sonnenschein fingen wir um 11:00 Uhr an, den neuen Blaues Kreuz Pavillion, an unserem Platz aufzubauen. Innerhalb von 10 Minuten stand das Zelt, was für die einfache Handhabung und ein gutes Miteinander sprach. Als die Wände angebracht wurden, kamen schon einige andere Standbesitzer, die durch das ansprechende Äußere sehr neugierig wurden. Als alles fertig war , freuten wir uns über  die tolle Aufmachung, der Stand war ein richtiger Blickfang.
Gegen 14:30 ging es dann richtig los, viele Besucher blieben stehen, lobten den Stand, stellten Fragen, erkundigten sich über den Sinn und die Arbeitsweise des Blauen Kreuzes, nahmen Flyer mit, und einige erkundigten sich auch über  Gruppen in der näheren Umgebung.
Die Rauschbrillen waren ein voller Erfolg. Die meisten konnten sich gar nicht vorstellen, wie man bei 0,8%o bzw.1,3%o beieinander ist. Auch einige Kinder und Jugendliche haben, mit Einverständnis der Eltern, mitgemacht.
Der Sonntag war für uns ein rundum gelungener Aktionstag und hat einfach Spaß gemacht.
Meine Frau Christine half uns beim Auf- und Abbau und hat uns mit Kaffee und Kuchen versorgt.

Allen Helfern  ein herzliches Dankeschön
Horst Groß

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

27. Juni 2015: Selbsthilfetag München

 
 
 

Voller Tatendrang und bestens mit unseren neuen Infodisplays ausgestattet waren wir auch dieses Jahr (Dietmar Ernst, Horst Groß, Norbert Gerstlacher) beim Selbsthilfetag am Marienplatz vertreten.

Um 10.00 Uhr stiegen traditionsgemäß wieder 1000 bunte Luftballons in den Münchner Himmel auf und Stadtrat Christian Müller, SPD, eröffnete den Tag. „Selbsthilfe ist ein unverzichtbarer Bestandteil, da sie den Einzelnen tatkräftig unterstützt und die Solidarität der Stadtgesellschaft fördert“, so Müller. Neben einem abwechslungsreiches Bühnenprogramm und vielen eigenen Darbietungen der Selbsthilfegruppen war den ganzen Tag über viel geboten.

Ein ganz besonderer “Publikumsmagnet” waren auch dieses Jahr unsere Übungen mit der Rauschbrille. Fachkundig und mit dem nötigen Augenzwinkern an den Mann/die Frau herangeführt erweiterten diese den Horizont – für viele in sehr überraschender Weise. Den Besucherrekord, den die Gruppen in einer Befragung rückgemeldet haben: 60 % haben angegeben, dass ihr Infostand von über 50 interessierten Personen besucht wurde, können wir erfreut bestätigen. Die Teilnahme am Selbsthilfetag hat sich wirklich gelohnt.

Mehr zum Selbsthilfetag am 27. Juni 2015 finden Sie auch auf der Homepage des Selbsthilfezentrums München.