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Technische Informationen

Auf dieser Seite werden Informationen bereitgestellt, die ausschliesslich für den internen Gebrauch unserer Gruppenleiter*innen und Stellvertreter*innen zur Verfügung stehen. Die Publikationen unterliegen dem Copyright der jeweiligen Verfasser. Eine Verbreitung in jeglichen Medien ist grundsätzlich untersagt.


Neurobiologie der Abhängigkeit

Die aktuelle Forschung konnte eine Vielzahl jener neurobiologischen Veränderungen identifizieren, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Alkoholabhängigkeit beitragen. Die Disposition zur Alkoholabhängigkeit resultiert nicht aus moralisch bewertbaren Auffälligkeiten wie einer Willensschwäche oder Genusssucht, sondern aus so unscheinbaren Bedingungen wie der Fähigkeit, viel Alkohol konsumieren zu können, ohne unangenehme Folgewirkungen zu verspüren. Die zunehmende Kenntnis der neurobiologischen Grundlagen der Alkoholabhängigkeit bietet neue Möglichkeiten, die hohe Rückfallgefährdung durch den spezifischen Einsatz von Pharmaka in integrierten Behandlungsprogrammen zu reduzieren.

Deutsches Ärzteblatt: Von Andreas Heinz und Karl Mann

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Neurobiologie des Glücks - Manuskript Radiosendung BR2Radio 27.08.2021

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Der süchtige Hirnstamm

Eine neurobiologische Betrachtung der Abhängigkeitserkrankung
Vortrag bei der 10. Sucht-Selbsthilfe-Konferenz der DHS am 29.04.12 in Berlin
Dr. med. Thomas Redecker, Ärztlicher Geschäftsführer der Hellweg-Kliniken im Ev. Johanneswerk

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FACTSEHEET "Alkoholfreies Bier"

Alkoholfreies Bier - für jeden geeignet?
und immer wieder auf dem Prüfstand ist die Frage: Wie alkoholfrei ist alkoholfreies Bier wirklich und welche Auswirkungen hat dies auf die vielen alkoholkranken Menschen? Kann es ohne Probleme getrunken werden oder steckt mehr dahinter? Dr. Matthias Brecklinghaus, ehmaliger Leiter und Chefarzt der Blaukreuz-Fachklinik Curt-von-Knobelsdorff-Haus gibt Antworten

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Broschüre "Alkohol in Lebensmitteln"

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Link zu Informationen/Publikationen über den Verein Blaues Kreuz München e.V.


Weiterführende Informationen:

Studie zum Alkoholkonsum: Jung und immer abstinenter

DHS-Jahrbuch Sucht 2020 erschienen

Zahlen und Fakten zu Suchtmittel­konsum und ‑verhalten

bkmev_jahrbuch_sucht_2020_coverDas heute erschienene DHS Jahrbuch Sucht 2020 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) liefert die neuesten Zahlen und Fakten zum Konsum legaler und illegaler Drogen in Deutschland. Renommierte Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis informieren über aktuelle Trends bei einzelnen Suchtstoffen, zu abhängigem Verhalten und über die Versorgung Suchtkranker.

Alkohol

10,5 Liter Reinalkohol trank jeder Bundesbürger im Alter ab 15 Jahren im Jahr 2017 (2016: 10,6 Liter). Damit zählt Deutschland international noch immer zu den Hochkonsumländern, trotz sinkenden Konsums. Zum Vergleich: Die Trinkmenge im Niedrigkonsumland Norwegen betrug 6 Liter Reinalkohol pro Einwohner ab 15 Jahren im Jahr 2017. Um dieses Niveau in Deutschland zu erreichen, bräuchte es weitere 54 Jahre – vorausgesetzt der Alkoholkonsum sinkt weiter im bisherigen Tempo (1970: 14,4 Liter Reinalkohol).

Weiterlesen: https://www.blaues-kreuz-muenchen.de/content/neu-erschienen-das-dhs-jahrbuch-sucht-2020
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-05/alkohol-verliert-wert-jugen...


"Willensfreiheit – eine nützliche Illusion in der Psychotherapie" Kontrolliertes Trinken - Zwischen freiem Willen und biologischem Determinismus von Prof. Dr. Joachim Körkel, Nürnberg > siehe Download kt_willensfreiheit


Genetische Disposition bei Alkoholsucht

Vererbte Trunksucht

Gene leisten zur Alkoholsucht einen wesentlichen Beitrag. Diese Erkenntnis verspricht nicht nur bessere Therapien, sondern erlaubt auch gezieltere Vorsorge.
(Artikel aus Spektrum der Wissenschaft, Dezember 2007)
PDF zum Download s.u.: sdw_2007_12_S62.pdf


Hinweis: Laut Prof. Mann von der Universität Mannheim ist die Wahrscheinlichkeit, alkoholkrank zu werden, zu 50% genetisch bedingt!!
Weiterführender Link: http://www.aerzteblatt.de/archiv/28498


Alkoholismus – Neue genetische Ursachen entdeckt
18. Januar 2013

Neben schwerwiegenden gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen verursacht Alkoholismus auch immense betriebswirtschaftliche Kosten. Für Unternehmen ist es daher unerlässlich, Suchtprävention als festen Bestandteil in das betriebliche Gesundheitsmanagement zu integrieren.
Forschungsergebnisse der Universität Leipzig und des Berliner Leibniz-instituts für Molekulare Pharmakologie zeigen nun neue Behandlungsmöglichkeiten von Alkoholismus bei genetischer Veranlagung. Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhtem Alkoholkonsum neigen gerade unter Stress zu einem exzessiven Missbrauch. Die molekularen Ursachen dieser Form von Abhängigkeit sind Gegenstand intensiver Forschung. Betroffenen Personen könnte mit einem einfachen Eingriff in den Proteinstoffwechsel geholfen werden. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Berliner Leibniz-instituts für Molekulare Pharmakologie in einer Gemeinschaftsarbeit gekommen, die jüngst im Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht wurde.
Alkoholismus ist eine komplexe Erkrankung, beeinflusst von verschiedenen Genen und Umwelteinflüssen. Der individuelle Alkoholkonsum steht auch im Zusammenhang mit Enzymaktivitäten. Um dies nachzuweisen, haben die Wissenschaftler Mäuse gezüchtet, denen das Gen für das Enzym Neprilysin fehlt. Die Forscher konnten bereits zeigen, dass es eine wichtige Rolle bei zwei der aktuell schlimmsten Zivilisationskrankheiten spielt, Alzheimer und Fettleibigkeit. In der aktuellen Studie konnte das multidisziplinäre Team nun zeigen, dass die Mäuse stressanfälliger sind und sich unter Stress zu wahren Alkoholiker-Mäusen entwickeln.
Im Experiment konnten die Tiere frei zwischen Flaschen mit Wasser und mit Alkohol wählen. Danach wurde ein fremdes Männchen für maximal 15 Minuten mit in den Käfig gesetzt, was Mäuse unter sehr großen Konkurrenzstress setzt. In dieser Situation fingen sie an, sich verstärkt dem Alkohol zuzuwenden, und zwar in einem Verhältnis, das dem eines Alkoholikers vergleichbar ist. Blieb es bei einer einmaligen Stresssituation, so normalisierte sich der Alkoholkonsum nach einigen Tagen wieder. Wurden sie dagegen ein weiteres Mal gestresst, tranken sie bis zum Abbruch des Experiments exzessiv Alkohol.
Neuer Therapieansatz bei Alkoholismus: Medikamentöse Einwirkung auf Proteinstoffwechsel
Durch die speziell gezüchteten Mäuse sind nun eindeutige Aussagen über die genetische Veranlagung möglich. “Die Studienergebnisse stimmen uns optimistisch, dass sie auf den Menschen übertragbar sind”, sagt Studienleiter Prof. Thomas Walther. Er ist Biochemiker und internationaler Experte auf dem Gebiet der Identifizierung neuer Therapieansätze bei Zivilisationserkrankungen, vor allem des Herz-Kreislauf-Systems. “Der Zusammenhang zwischen der Neprilysin-Aktivität und stressbedingtem Alkoholkonsum ist jetzt hergestellt. Wir haben die Befunde sowohl in genetisch veränderten, als auch in pharmakologisch behandelten Tieren erhalten, was die Ergebnisse besonders stark macht. Damit können unsere Ergebnisse einen völlig neuen Therapieansatz aufzeigen. Auch wenn es bis zur Anwendung beim Patienten noch ein weiter Weg ist, könnte bei Alkoholikern in Zukunft medikamentös auf den Proteinstoffwechsel eingewirkt werden.” Die Forschungsgruppe von Prof. Walther ist dabei, Substanzen ausfindig zu machen, die aktivierend auf das Enzym Neprilysin wirken. Im Rahmen einer von der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft geförderten Arbeit sind die Wissenschaftler bereits auf eine erste vielversprechende Substanz gestoßen.
“Alkoholismus gehört zu den verheerendsten Krankheiten, mit massiven Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit, das familiäre Umfeld sowie auf das gesamte Gesundheitssystem. Jeder noch so kleine Fortschritt bei der Behandlung ist ein großer Schritt für den jeweiligen Betroffenen und sein soziales Umfeld,” so abschließend Prof. Walther.
(ag / mit Informationen des Universitätsklinikums Leipzig) Link zur Fachveröffentlichung


Neurobiologie

Siehe Download:
- yalachkov-naumer-2012-1.pdf (273.51 KB)
- neurowissenschaften_und_sucht_100401.pdf (772.72 KB)
- der_suechtige_hirnstamm.pdf (124.25 KB)

Blaues Kreuz Intern

Kurzfilm über das Blaue Kreuz

Was ist das Blaue Kreuz, wie funktioniert es und wer ist beteiligt? Das Blaue Kreuz in Deutschland hat einen 3-minütigen Kurzfilm produzieren lassen, der diese Fragen in einfacher und verständlicher Form beantwortet und erklärt.

Kurzfilm auf youtube: http://youtu.be/Ig8NjG2xSlQ


Zoey

Für Blaues Kreuz produziert durch: Medienprojekt Wuppertal ... über die Lebenswelt von Kindern in suchtbetroffenen Familien

Inhalt

Die Eltern der 14-jährigen Zoey leben getrennt. Zoey wohnt mit ihrem jüngeren Bruder abwechselnd bei ihrer Mutter und ihrem Vater. Der Vater ist Alkoholiker und hat gerade einen stationären Klinikaufenthalt hinter sich. Nach einigen Tagen trinkt der Vater wieder sein erstes Bier. Der Konsum steigt und er kann seinen Pflichten nicht mehr nachkommen. Er hält sich nicht an Versprechen und stört betrunken eine wichtige musikalische Aufführung seiner Tochter.

Zoey schärft ihrem Bruder ein, der Mutter nichts über den Alkoholkonsum zu erzählen. Da die Mutter und ihr Partner Urlaub machen, wohnen Zoey und ihr Bruder zwei Wochen beim Vater. Nachdem Zoey es nicht schafft, ihren Vater eines Nachts aus der gegenüberliegenden Kneipe abzuholen, holt sie ihren Bruder und geht mit ihm zur Wohnung der Mutter. Der Vater läuft betrunken vor ein Auto und wird von der Polizei aufgegriffen. Daraufhin kehren die Mutter und ihr Partner eilig aus dem Urlaub zurück.

Als sie ankommen, schlafen Marlon und Zoey im Kinderzimmer. Astrid tröstet ihre Tochter, woraufhin Zoey entgegnet, dass sie ihrem Vater nicht helfen konnte.

Am nächsten Morgen begegnet ihr Deniz vor der Tür, setzt sich auf ihr Fahrrad und lädt sie ein aufzusteigen. Zuerst noch ein wenig zögerlich, dann aber lachend, steigt sie auf und beide fahren weg.
Zielgruppen:    

Jugendliche ab 12 Jahren, Erwachsene, Teilnehmende von Selbsthilfegruppen und Seminaren.
Der Film dauert ca. 40 Minuten.

https://www.youtube.com/watch?v=Ta3MeS2d7LI


 

Informationen/Publikationen über den Verein Blaues Kreuz München e.V.:

– Unser aktuelles Faltblatt mit Kurzdarstellung und der Liste unserer Selbsthilfegruppen (bkmev_imagefaltblatt_2021-07.pdf)
– Unsere Satzung (bkmev_satzung.pdf)