Präventionsmaßnahmen an Schulen/Berufsschulen und Ausbildungsstätten

Folgende Instrumente bietet unser Verein zum Thema Präventionsmaßnahmen an:

  • Seminare an Firmen, Behörden und Schulen
  • Informationsveranstaltungen bei Jugendtreffs und für Konfirmanden
  • Standdienste auf Gesundheitstagen, Messen und Symposien
  • Öffentlichkeitsarbeit durch Aufklärungsschriften wie Flyer, Zeitungsartikel

Bei Interesse für unsere Seminare und Informationsveranstaltungen wenden Sie sich bitte an unser Koordinationsbüro unter der Rufnummer: 089  388888-73 oder -74

 


Das Blaue Kreuz München e.V. sieht in der Alkoholprävention eine stets verpflichtende Aufgabe, der wir hohe Priorität zuordnen. Aufklärung über die Risiken des Alkoholgenusses, gerade bei der Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann nie früh genug beginnen. Gerade auch aufgrund der Adoleszenzphase in der neuronale Netze neu verknüpft und aufgebaut werden, ist eine Sensibilisierung und eine eventuelle Verhaltensveränderung von großer Bedeutung. Einen besonderen Stellenwert erhält in diesem Zusammenhang auch die Thematik der Angehörigensituation und Co-Abhängigkeit. 

Die Präventionsmaßnahmen konnten infolge der Corona-Krise nicht in dem gewohnten Umfang durchgeführt werden. An 8 Terminen sind unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen trotzdem 194 Teilnehmer an Schulen über die Problematik der Suchterkrankungen geschult worden. 2019 wurden insgesamt 910 Schüler in 28 Klassen von 5 erfahrenen Referenten des BKM über die Alkoholkrankheit und ihre Risiken informiert. Der zeitliche Aufwand des Blauen Kreuzes München e.V. betrug in der Suchtprävention an Schulen im Jahr 2019 insgesamt rund 105 Stunden incl. Vor-und Nachbesprechung mit dem Lehrpersonal sowie Fahrzeiten. Weitere Schulungsmaßnahmen sind aufgrund der großen Nachfrage nach Informationsveranstaltungen über Suchtprävention an Schulen geplant.

 


 

Unser Angebot:
Präventionsmaßnahme an Schulen/Berufsschulen und Ausbildungsstätten

Unsere Prävention basiert auf einer Power-Point-Präsentation, die sehr stark dialogorientiert aufgebaut ist. Die Referenten sind Betroffene die durch autobiografische Anteile während der Präsentation die Erkrankung in ihrem Verlauf und den möglichen Konsequenzen nachvollziehbar machen. Hierdurch wird auch den Zuhörern ermöglicht, die eigenen Hemmschwellen bei Fragestellungen, die sich auch auf die eigene Lebensumwelt beziehen, zu überwinden. Durch die Einbindung interaktiver Elemente (z.B. Wieviel Alkohol ist wirklich drin?) wird das vermittelte Wissen verankert. Die Prävention unterliegt der Schweigepflicht (Lehrer werden in diese eingebunden). Die Referenten stehen für nahzu alle Fragen - auch und gerade die eigene Vita betreffend - zur Verfügung.

Ziel ist, die Gefahren und Folgen missbräuchlichen Alkoholkonsums authentisch und damit nachlebbar zu vermitteln, gesellschaftliche und kulturell bedingte Rituale sowie Gewohnheiten aufzudecken und durchaus in Frage zu stellen. Es soll dazu angeregt werden, sich nachdenklich und produktiv mit Erlebnissen, Erfahrungen, Gefühlen, Einstellungen oder Verhaltensweisen auseinandersetzen, die sich auf Alkohol beziehen.

    Themenschwerpunkte unserer Präventionsmaßnahmen:

    • Das Krankheitsbild Alkoholismus
    • Die Phasen der Alkoholkrankheit
    • Die Lebenslinie eines Alkoholkranken
    • Funktionen des Alkohols auf Körper und Psyche
    • Risikomengen bei denen die Alkoholkrankheit ausbrechen kann
    • Vergleich Bier – Wodka bezüglich der reinen Alkoholmenge
    • Promillewert-Formeln, Auswirkungen auf Frauen und Männer
    • Abbau des Alkohols im Körper
    • Krankheiten aufgrund Alkoholmissbrauchs
    • Der Co-Alkoholismus und seine Auswirkung
    • Die Interventionskette
    • Der Rückfall
    • Kosten der Alkoholkrankheit im Unternehmen

    Auf den Informationsveranstaltungen berichten unsere Referenten über ihre eigenen Suchterfahrungen:

    • Warum bin ich alkoholkrank geworden?
    • Wie habe ich die Alkoholkrankheit durchlebt?
    • Wie habe ich mich von der Alkoholabhängigkeit befreit?
    • Was mache ich, um stabil abstinent zu bleiben?

    Die Seminare in den Schulen sind in der Regel für Klassen ab der 9. Jahrgangsstufe geeignet.

    Kosten:

    100,00 € pro Einheit (inkl. Fahrkosten)
    Referat/eine Einheit = 2 Unterrichtsstunden mit 2 Referenten.

     


    Neueste Studienergebnisse zeigen, dass aktuell 8,7 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren regelmäßig, also mindestens einmal wöchentlich, Alkohol konsumieren. Das ist ein historisch niedriger Stand. In dieser Altersgruppe lag dieser Wert im Jahr 2004 noch bei 21,2 Prozent. Unter jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren geben aktuell 33,4 Prozent an, regelmäßig Alkohol zu trinken. Ausgehend vom Jahr 2004 mit 43,6 Prozent ist eine langfristig rückläufige Entwicklung zu beobachten. Unter jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren ist das Rauschtrinken nach einer rückläufigen Entwicklung in den vergangenen Jahren aktuell mit 37,8 Prozent wieder angestiegen (2016: 32,8 Prozent).

    Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont: „Es ist erfreulich, dass noch nie so wenige Jugendliche bundesweit regelmäßig Alkohol konsumiert haben. Gleichzeitig trinken sich insgesamt nach wie vor zu viele Jugendliche und insbesondere junge Erwachsene in einen Alkoholrausch. Deshalb bedarf es auch zukünftig weiterer Anstrengungen und neuer Impulse in der Alkoholprävention, um junge Menschen und verstärkt junge Erwachsene für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren.“

    Es ist uns ein besonderes Anliegen, diese positive Entwicklung mit unseren Informationsveranstaltungen, der Öffentlichkeitsarbeit und unseren Präventionsmaßnahmen mit zu gestalten.

     


     

    Präventionsmaßnahmen an Schulen

    Präventionsmaßnahmen an Schulen in 2019

    • 2 Klassen Artur-Kutscher Realschule
    • 5 Klassen Gymnasium Fürstenried
    • 1 Klasse Mittelschule am Inzeller Weg
    • 5 Klassen am Oskar-von Miller-Gymnasium
    • 4 Klassen an der Fachschule für Bau- und Kunsthandwerk
    • 3 Klassen Moosacher Gymnasium
    • 2 Klassen Berufsschule für Diätetik
    • 1 Klasse Berufsfachschule für Sozialpflege
    • 1 Klasse Westparkschule
    • 3 Klassen Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching

    Insgesamt wurden 935 Schüler in 27 Klassen über die Alkoholkrankheit und ihre Risiken aufgeklärt.

    Präventionsmaßnahmen an Schulen in 2018

    • 2 Klassen Arthur-Kutscher Realschule
    • 3 Klassen Gymnasium Moosach
    • 5 Klassen Michaeli-Gymnasium
    • 3 Klassen an der Fachschule für Bau- und Kunsthandwerk
    • 1 Klasse Private Wirtschaftsschule Bergmann
    • 2 Klassen Berufsschule für Diätetik
    • 1 Klasse Berufsfachschule für Sozialpflege
    • 3 Klassen Berufsfachschule für Farbe und Gestaltung

    Insgesamt wurden 651 Schüler in 20 Klassen über die Alkoholkrankheit und ihre Risiken aufgeklärt.

    Präventionsmaßnahmen an Schulen in 2017

    • 5 Klassen Oskar von Miller Gymnasium
    • 4 Klassen Berufliches Schulzentrum Alice Bendix
    • 5 Klassen Moosacher Gymnasium
    • 1 Elternabend für Moosacher Gymn. und Kutscher-Realschule
    • 5 Klassen Meisterschule für Malerberufe

    Insgesamt wurden Schüler in 23 Klassen (à 25 rd. Schüler) über die Alkoholkrankheit und ihre Risiken aufgeklärt. Der zeitliche Rahmen der Seminare beträgt jeweils zwei Stunden.

    Präventionsmaßnahmen an Schulen in 2016

    •   1 Klasse Gymnasium Neubiberg
    •   6 Klassen Oskar von Miller Gymnasium
    •   5 Klassen Berufliches Schulzentrum Alice Bendix
    •   6 Klassen Moosacher Gymnasium
    •   1 Elternabend für Moosacher Gymn. und Kutscher-Realschule
    •   4 Klassen Kutscher-Realschule
    •   9 Klassen Berufsschule an der Bergsonstr.
       
    • Suchtprävention im Jugendzentrum Puchheim

    Insgesamt wurden Schüler in 31  Klassen (à 25 Schüler) über die Alkoholkrankheit und ihre Risiken aufgeklärt. Der zeitliche Rahmen der Seminare beträgt jeweils zwei Stunden. Weitere Schulungsmaßnahmen sind an oben genannten Schulen geplant. Die zeitlichen Aktivitäten des Blauen Kreuzes  München e.V. (zwei Referenten) betrugen in der Suchtprävention an Schulen im Jahr 2016 insgesamt 150 Stunden.